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Jazz vom Feinsten in der Konzertbeiz
Moritz Peter-Quartett spielt im Gemeinschaftszentruin der Psychiatriseben Klinik Munsterlingen



MUNSTERLINGEN (bor) Am
Schluss sah man strahlende Gesichter, im Publikum und auf der Bühne.
Kein Wunder, deun das Moritz Peter-Quartett bot mehr als zwei Stunden lang Jazz vom Feinsten.
Nach einern Konzert in Lustenau (A) ist Münsterlingen die erste Station in der Schweiz.

Es habe ihm schr gut gefallen, so Moritz Peter nach dem Konzert. Es herrsche
gute Clubatmosphäre, erklärte or weiter. Ein Lob, dass auch die Veranstalter
der Konzertbeiz erfreuen wird. Moritz Peter kommt gern in die Schweiz, wenn-
gleich er sich hauptsächlich in Paris aufhält. Doch auch in Scherzingen ist er zuhause.
Aufgewachsen in Kreuzlingen, zog es ihn der Musik wegen bald hinaus in dit Welt.
New York, Mexiko, Madrid waren Stationen, bis er schliesslich in der Seine-Stadt hängenblieb.

Tempo, Sensibilität und Lautmalereien
Das vorgestellte Programm des Quartetts folgte im wesentlichen der neu aufgenommenen
CD «Dex Mex». Was auf der silbernen Scheibe technisch und klanglich in hoher Qualität zu hören ist,
das füllt ein Live-Auftritt dann mit prallem Leben. Dit Kompositionen Von Peter und dem Gitarristen
William Chabbey vereinen Tempo, Sensibilität und aussergewöhnliche Lautmalereien mit einander.

Quartett mit Humor
Humor steckt nicht nur im Quartett, sondern auch in den Stücken selbst.
So zum Beispiel in «Mon Ami Max». Nein, das war nicht ein besonderer Freund von
Moritz Peter, sondern er sei dabei sehr von Wilhelm Busch inspiriert worden,
so Moritz über seinen literarischen Freund Max.
das dazugehörige Lausbubenlächeln steht ihm dabei ins Gesicht geschrieben.
Die Streiche allerdings vollziehen sich in Tönen, in gegenseitiger
Improvisation und der Kommunikation der Instrumente.


Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg
Apropos Kommunikation. Diese ist der Schlüssel zum Erfolg des Quartetts.
Denn einerseits treten der famose Drummer mit dem passenden Namen Alberto Cannonico
und William Chabbey (Gitarre) sehr selbstständig auf, ergäntz vom Bassisten Emmanuel Chabbey
und dem Solisten Moritz Peter. Jeder spielt seine Soli, die von den anderen mit respektvoller
Zurückhaltung honoriert werden.

Andererseits aber finden alle vier immer zu einem harmonischen Zusammenspiel,
so dass dus Zuhören und Miterleben zum reinen Vergnügen wird. Da springt dann der Funke
leicht über und trotz der räumlichen Distanz zwischen Bühne und Publikum besteht ein
Geben und Nehmen.

Abwechslungsreiche Mischung
Die Mischung unterstützt diese Momente, denn sie ist sehr abwechslungsreich.
Ob Ballade oder Reakiton («Eclipse») auf die Sonnenfinsternis, ob es sich um einen Walzer
mit dem Namen "Bodensee" handelt oder um Kenny Bacons fetziges «Voyage», immer halten
die Vier ihre Zuhörer in cinor gespannten Aufmerksamkeit gefangen.

Die Begeisterung entlädt sich dann mit Zwischenapplaus für die Soli oder
der Forderung nach Zugabe, der das Quartett zut Freude des Publikums schliesslich
auch nachkam.